Samstag, 3. Dezember 2016

Gilt die Gesetzlichkeit des alten Testaments doch?

Es gibt 2 gegensätzliche Meinungen dazu:

Z.B. die Kirchen sagen:
       Wir sind Christen und keine Juden. Jesus hat uns von dem Gesetz befreit.

Das andere extrem:
       Jesus sagte selber, dass er nicht kam um etwas von dem Gesetz zu ändern.

Was sagt die Bibel dazu?
Im Buch Römer steht, dass Jesus uns vom Gesetz der Sünde befreit hat.

Römer 5
20 Das Gesetz aber kam später hinzu, um die Wirkung der Sünde zu vergrößern. Denn wo sich die ganze Macht der Sünde zeigte, da erwies sich auch Gottes Barmherzigkeit in ihrer ganzen Größe.

Jesus über das Gesetz
Matthäus 5

17 "Meint nur nicht, ich sei gekommen, das Gesetz und die Worte der Propheten aufzuheben. Ich werde vielmehr beides bekräftigen und erfüllen. 
18 Denn das sage ich euch:
Auch der kleinste Buchstabe im Gesetz Gottes behält seine Gültigkeit, solange Himmel und Erde bestehen
19 Wenn jemand auch nur das geringste Gebot Gottes für ungültig erklärt oder andere dazu verleitet, der wird in Gottes neuer Welt nichts bedeuten. Wer aber anderen Gottes Gebote weitersagt und sich selbst danach richtet, der wird in Gottes neuer Welt großes Ansehen haben. 
20 Ich warne euch: Wenn ihr das Gesetz Gottes nicht besser erfüllt als die Pharisäer und Schriftgelehrten, kommt ihr nicht in Gottes neue Welt."

Jesus sagt, dass das Gesetz gültig bleibt und dass die Schriftgelehrten, die glauben nach dem Gesetz zu leben, es nicht verstanden haben und dass wir es besser machen müssen.

Alles was gegen Liebe verstößt, hat keine Gültigkeit und Wirkung.

Da mich das Thema schon länger beschäftigt, hat Gott mir ein Beispiel gegeben:

Ein Kollege hatte für mich ein Ersatzteil für mein kaputtes Rollo mit seinem 3D-Drucker erstellt.
Da ich ihn aber lange nicht sah, schaute ich mich nach einem anderen Ersatz um.
Ich fand diesen auch und verwendete ihn. Ich hatte also keinen Bedarf mehr an das neu erstellte Ersatzteil.
Er gab es mir und fragte mich am nächsten Tag, ob es denn passte und gut wäre.

Ich habe mich bedankt und sagte ihm, wie toll es funktionieren würde.

Habe ich damit gegen eines der 10 Gebote verstoßen?
Dort heißt es:  


2. Moses, 20
16 Sag nichts Unwahres über deinen Mitmenschen! 

Es trifft also nicht zu. Was sagt die Bibel sonst so über Lügen?
In den Apokryphen steht:
Weisheit 1
11 
[...] ein Mund, der lügt, bringt dem ganzen Menschen Verderben. 

Nun auch ohne Bibel wissen wir, dass Lügen kein rechtschaffendes Verhalten ist.

Aber die Lüge erfolgte aus Liebe. Ich wollte den Liebesdienst, die Herstellung eines Ersatzteils, in keiner Weise schmälern. 

Habe ich mich also vor Gott schuldig gemacht?

Nein. Da mein Verhalten von der Absicht bestimmt war, Schaden von einer Person fern zu halten.


In gleicher Weise verlieren alle Gesetze ihre Gültigkeit wenn sie im Widerspruch zur Liebe stehen.

Im Buch  Philipper wird der Umgang mit der Gesetzlichkeit aus Sicht eines Juden der Christ wurde erklärt:

Philipper 3

2 Nehmt euch in Acht vor diesen elenden Hunden, diesen falschen Missionaren, diesen Zerschnittenen! 
3 Ich nenne sie so, denn die wirklich Beschnittenen sind wir, die der Geist Gottes befähigt, Gott in der rechten Weise zu dienen. Denn wir bauen nicht auf Vorzüge, die irdisch und menschlich sind,2 sondern rühmen uns allein damit, dass wir zu Jesus Christus gehören. 
4 Auch ich könnte mich auf solche Vorzüge berufen. Wenn andere meinen, sie könnten mit irdischen Vorzügen großtun – ich hätte viel mehr Grund dazu. 
5 Ich wurde beschnitten, als ich eine Woche alt war. Ich bin von Geburt ein Israelit aus dem Stamm Benjamin, ein Hebräer von reinster Abstammung. Was die Stellung zum
Gesetz
angeht, so gehörte ich zur strengen Richtung der Pharisäer. 
6 Mein Eifer ging so weit, dass ich die christliche Gemeinde verfolgte. Gemessen an dem, was das
Gesetz
vorschreibt, stand ich vor Gott ohne Tadel da. 
7 Aber dies alles, was mir früher als Vorteil erschien, habe ich durch Christus als Nachteil erkannt. 
8 Ich betrachte überhaupt alles als Verlust im Vergleich mit dem überwältigenden Gewinn, dass ich Jesus Christus als meinen Herrn kenne. Durch ihn hat für mich alles andere seinen Wert verloren, ja, ich halte es für bloßen Dreck. Nur noch Christus besitzt für mich einen Wert. 
9 Zu ihm möchte ich um jeden Preis gehören.
Deshalb will ich nicht mehr durch mein eigenes Tun vor Gott als gerecht bestehen
.
Ich suche nicht meine eigene Gerechtigkeit, die aus der Befolgung des Gesetzes kommt, sondern die Gerechtigkeit, die von Gott kommt und denen geschenkt wird, die glauben.
Ich möchte vor Gott als gerecht bestehen, indem ich mich in vertrauendem Glauben auf das verlasse, was er durch Christus für mich getan hat.3 
10 Ich möchte nichts anderes mehr kennen als Christus: Ich möchte die Kraft seiner Auferstehung erfahren, ich möchte sein Leiden mit ihm teilen. Mit ihm gleich geworden in seinem Tod, 
11 hoffe ich auch, zur Auferstehung der Toten zu gelangen.

Über die Speisegesetze sagt Jesus:
Markus 7
19 Denn was ihr esst, geht nicht in euer Herz hinein; es kommt in den Magen und wird dann wieder ausgeschieden." Damit wollte Jesus sagen, dass im Grunde jede Nahrung rein ist. 

Jesus ist also auch in die Welt gekommen, um die falsche Gesetzlichkeit der Juden zu beenden.
Wie kann es also sein, dass wir Christen uns auf die Gesetzlichkeit des alten Testaments zurück besinnen?


Wer immer das Gesetz der Liebe einhält, der kann vor Gott nicht schuldig werden!
Zu
Da von abgesehen glaube ich, dass wir die 7 Feiertage die Gott uns im alten Testament gab, einhalten sollten. Keinesfalls sollten wir die Feiertage der Kirchen einhalten. Diese sind heidnischen Ursprungs und eine Beleidigung für den Herrn. 
Dazu zähle ich unter anderem Sonntag, Weihnachten, Ostern


Eine gute Warnung vor Tora Irrlehren fand ich hier